Gedanken zum Jahreswechsel

Dieser Jahreswechsel hat für unser Dojo eine besondere Bedeutung: In wenigen Tagen ist das erste Training genau 5 Jahre her. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um sich zu vergegenwärtigen, wo wir heute stehen. Seit Beginn haben sich 70 Menschen unserem Dojo angeschlossen, wovon etwa 50 immer noch bei uns sind – eine großartige Entwicklung, die ich im Januar 2014 nicht erwartet hätte. Seit damals haben wir 60 Seminare und andere Veranstaltungen organisiert, die Menschen aus ganz Europa nach Oberursel geführt haben.

Eröffnung mit Roberto Martucci
Eröffnung mit Roberto Martucci
Doch es sind nicht die Zahlen, die mir wichtig sind. Wichtig sind die Menschen, die mit Begeisterung und persönlichem Einsatz eine Gemeinschaft ins Leben gerufen haben. Eine Gemeinschaft, die ernsthaft, aufgeschlossen und ausdauernd übt – und deren Freude am Aikido ansteckend wirkt. Es ist ein Weg, der oft nicht einfach ist. Aber er führt auf Dauer dazu, dass wir uns selbst und andere besser wahrnehmen. Dass wir ein Gespür für die Dynamik von Konflikten entwickeln und dafür, wie wir diese friedlich beilegen können. Neulinge und Besucher erfahren dies durch die herzliche Aufnahme und den respektvollen Umgang auf der Matte.

Zeitungsartikel 2014
Zeitungsartikel 2014
Ein wertvolles Element des Dojolebens ist der regelmäßige Austausch mit Aikidoka aus aller Welt, die zu uns kommen oder denen wir auf Lehrgängen anderswo begegnen. Sie helfen uns, unsere Gewissheiten zu hinterfragen und eine neue Sicht auf das scheinbar Bekannte und gefühlt Selbstverständliche zu gewinnen. Ich bin den Lehrern und Teilnehmern an unseren bisherigen Veranstaltungen zu großem Dank verpflichtet, dass sie unsere Recherche auf diese Weise unterstützen.

Erste Veranstaltungen
Erste Veranstaltungen
2019 wird ein sehr anspruchsvolles Jahr werden: Ausnahmsweise organisieren wir gleich sechs Wochenend-Seminare und drei Sonderveranstaltungen mit Menschen, die mir sehr am Herzen liegen, und die sich über die Jahre hin für unser Dojo eingesetzt haben. Das ist ein großes Programm, doch wir hoffen, dass wir damit der Aikido-Gemeinschaft, die uns trägt, etwas zurückgeben können.

Mein Dank gehört meinen Lehrern, die mich über die Jahre begleitet und mir Hinweise gegeben haben, wie sich all die Punkte zu einem großen Bild verbinden lassen (in dem es noch viel zu entdecken gibt): Das sind in erster Linie Endo Seishiro Shihan, Jan Nevelius Shihan, Jorma Lyly, Mouliko Halén, Ulli Kubetzek und Antony Pinchbeck.

Ulli Kubetzek
Ulli Kubetzek
Besonders dankbar bin ich einigen Menschen, die sich in außergewöhnlicher Weise für unser Dojo eingesetzt haben, als noch nicht klar war, ob sich daraus eine lebendige Gemeinschaft entwickeln wird. In erster Linie ist das mein langjähriger Lehrer Ulli Kubetzek aus Frankfurt, der mich in die Aiki-Familie eingeführt und weit über ein Jahrzehnt gefördert hat, der mich ermutigt hat, eine eigene Gruppe aufzubauen, und dessen Vorbild meinen Unterricht bis heute prägt. Aus ganzem Herzen dankbar bin ich auch Daniel Slamal und Rainer Grebner vom TV Weißkirchen, die uns nach kurzem Nachdenken einen Platz in dem traditionellen Turnverein angeboten haben, als einziges Kampfkunst-Angebot dort. Christoph Stangier half uns, kostengünstig die ersten Matten für das Dojo zu organisieren, und Roberto Martucci unterrichtete den Eröffnungslehrgang.

TV Weißkirchen
TV Weißkirchen
Viele weitere Menschen im Verein, aus befreundeten Dojos und aus dem Freundeskreis haben uns seither selbstlos zur Seite gestanden und werden für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Besonders meiner Frau kann ich nicht genug danken für die unendliche Geduld und Unterstützung, ohne die dieses Unterfangen nicht möglich gewesen wäre.

Ich hoffe, dass wir mit dieser Gruppe den Grundstein für viele Jahrzehnte gemeinsamer Entwicklung gelegt haben. In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern und Freunden des Dojos ein frohes neues Jahr!

Klaus Meßlinger

 

Lehrgang mit Alvaro Campo

Beim seinem Lehrgang in Bad Homburg und Weißkirchen zeigte Alvaro Campo die hohe Schule des Aikido: Wie man die Absicht des Angreifers erspürt und ihn ins Leere laufen lässt. Perfektes Timing und eine wachsame Verbindung zum Partner sind besonders wichtig, damit dies gelingt. Der Stockholmer Lehrer, der auf Einladung des Aikido-Dojos Oberursel in den Taunus gekommen war, traf am Wochenende auf ein begeistertes Publikum, das aus ganz Europa angereist war, um bei diesem zweitägigen Lehrgang die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Besonders bemerkenswert: Die Mehrzahl der ca. 30 Teilnehmer waren Frauen.

Hüftwurf
Hüftwurf
Die gewaltfreie japanische Kampfkunst Aikido beruht auf dem Prinzip der "Vereinigung der Kräfte", d.h. der Angreifer wird nicht blockiert oder durch einen Gegenangriff unschädlich gemacht, sondern über eine kaum wahrnehmbare Verbindung gesteuert, die seine Kraft ins Leere laufen lässt. Meist endet das in einem Festlegehebel, einer Rolle oder gar einem spektakulär anzusehenden Wurf. Es braucht viele Jahre, um das dafür nötige Gespür zu entwickeln, aber bereits als Anfänger kann man die Grundprinzipien recht schnell erlernen. Dies zeigte der europaweit bekannte Lehrer aus Schweden sehr eindrücklich in den vier Trainingseinheiten des Lehrgangs, wobei er für jedes Niveau wertvolle Hinweise und Anwendungsbeispiele gab.

Wachsame Verbindung
Wachsame Verbindung
Alvaro Campo ist Träger des 4. Dan des internationalen Aikikai-Verbandes und unterrichtet in Stockholm in einem der größten Dojos des Landes. Er begann vor über 20 Jahren mit dem Training und lernte bei weltweit angesehenen Lehrern aus Japan und Europa. Das Gegenüber von Technik und Improvisation stehen bei seinem Unterricht im Mittelpunkt, und wie die beiden Elemente zueinander kommen. Er verbindet festgelegte Bewegungsabläufe mit freiem Arbeiten und erforscht, wie sich das eine in das andere integrieren lässt.

Freier Fall aus Handhebel
Freier Fall aus Handhebel
"Wir freuen uns sehr, dass Alvaro Campo unsere Einladung angenommen hat, zum ersten Mal einen Lehrgang in Hessen zu geben", sagt Klaus Meßlinger, Leiter des Aikido-Dojos Oberursel. "Mit dem Seminar hat er uns gezeigt, wie wichtig ein gutes Gespür für die Dynamik des Angriffs ist und wie man sich auf den Angreifer optimal einstellt." Die Teilnehmer gaben dem schwedischen Lehrer Bestnoten für seine ruhige und humorvolle Art des Unterrichtens und seine gut verständlichen Erläuterungen.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet montags von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule statt (Rathausstraße 13, Bad Homburg), donnerstags von 20 bis 22 Uhr und sonntags von 18 bis 20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16, Oberursel) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Einstieg ist ab 14 Jahren. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Seminar gibt es in unserer Bildergalerie.

 

Dojo in Bad Homburg

Ab Montag, 5. November 2018, kann man im Zentrum von Bad Homburg die gewaltfreie japanische Kampfkunst Aikido üben. In der Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule bietet das Aikido-Dojo Oberursel (taunus-aikido.de) ein wöchentliches Training für Frauen und Männer an, und zwar jeweils montags von 18:30 bis 20:30 Uhr.

Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule
Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule
Aikido ist eine gewaltfreie Kampfkunst, die im 20. Jahrhundert aus einer Reihe von alten Budo-Traditionen entwickelt wurde, mit dem Ziel, einen Angriff sicher und ohne Verletzungen abzuwehren. Die Kampfkunst findet heute immer mehr Anhänger, da sie Konzentration, Reaktionsvermögen und Beweglichkeit fördert und dabei hilft, in Konfliktsituationen selbstbewusst aufzutreten. Respekt, Höflichkeit und Achtsamkeit sind wichtige Elemente des Trainings. Geübt wird mit meist mit bloßen Händen, aber auch mit Holzwaffen. Im Aikido gibt es keine Wettkämpfe, dafür aber Prüfungen und Lehrgänge.

Freundliches Ambiente
Freundliches Ambiente
"Als stark wachsendes Dojo mit knapp 50 Mitgliedern bieten wir Unterricht an drei Tagen pro Woche an, zwei davon in Oberursel und jetzt neu in Bad Homburg", sagt Dojoleiter Klaus Meßlinger, 3. Dan des internationalen Aikido-Verbands Aikikai Tokio. "Der äußerliche Anlass für den neuen Standort war, dass unsere bisherige Halle für das dritte Training abgerissen wird, und wir nach langer Suche an der Landgraf-Ludwig-Schule fündig wurden. Wir freuen uns besonders, dass wir unsere Kampfkunst auf diese Weise dem Publikum auch an einem neuen Wirkungsort nahebringen können."

Lage im Zentrum Bad Homburgs
Lage im Zentrum Bad Homburgs
Am Montag, 5. November, und Montag, 12. November, findet hierzu ein Anfängertraining statt, jeweils zu den regulären Trainingszeiten von 18:30 bis 20:30 Uhr. Die beiden Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Aikido ist geeignet für Frauen und Männer aller Altersstufen – in Bad Homburg ab 14 Jahren – und setzt keine besonderen Vorkenntnisse voraus. Für das Anfängertraining reicht bequeme Sportkleidung (lange Jogginghose, T-Shirt mit Ärmeln). Trainiert wird barfuß. Der Unterricht findet zweisprachig auf Deutsch und Englisch statt. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

 

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